Unterhaltungsmedien werden meist online gekauft

Nach einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom kaufen die Deutschen bevorzugt Unterhaltungsmedien online. Also DVDs, CDs, Blu-ray Discs und selbst Schallplatten. 54 Prozent der Befragten haben solche Medien in Onlineshops bestellt. Außerdem kauft jeder zweite Bücher lieber online statt im stationären Einzelhandel. 43 Prozent kaufen Elektronik wie Fernseher, Computer, Tablets oder Smartphones im Internet. Bei den 14- bis 29jährigen sind es sogar fast die Hälfte. 40 Prozent der Jüngeren kaufen auch Kleidung, Schuhe und Accessoires bevorzugt im weltweiten Datennetz. In allen Altersklassen sind das 35 Prozent.  „Beim Shopping schauen die Deutschen genau hin und kaufen Waren gezielt dort, wo ihnen die meisten Vorteile geboten werden. Das kann mal der Online-Shop sein und mal der Laden vor Ort“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Bei Elektronik wie Navi, Laptop, Kamera oder Fernseher spricht dabei oft der transparente und einfache Preis-Leistungsvergleich fürs Internet: Man ist online immer nur wenige Mausklicks vom optimalen Angebot entfernt.“ Der Vorteil des Internets sei, dass Waren in einer großen Vielfalt angeboten würden und die Verfügbarkeit größer sei. Deshalb würden sich Käufer bei Nischenprodukten im Unterhaltungsbereich oft für den Onlinekauf entscheiden.

 

Studie Online-Shopping

 

Lebensmittel und Getränke kaufen die Deutschen (87 Prozent) hingegen lieber in Super- und Getränkemärkten. Blumen und Pflanzen kaufen sie ebenfalls meist im stationären Handel genauso wie Möbel, Parfüm und Drogerieprodukte. „Bei Nahrungsmitteln und Pflanzen spielt die Warenpräsentation eine größere Rolle als bei Medien wie DVDs oder Büchern. Auch das Anfassen und Erfahren mit allen Sinnen ist gerade bei frischen Produkten mit Haltbarkeitsdatum für viele wichtig“, sagt Rohleder. „Gleichwohl wächst auch in diesen Bereichen das Online-Angebot und die etablierten Händler müssen aktiv werden, um ihre Marktanteile stabil zu halten.“ Er plädiert dafür, dass beide Verkaufswelten zusammenwachsen, um dem Kunden ein umfassendes Einkaufserlebnis zu bieten. So hat Amazon den ersten Supermarkt an der Westküste der USA in Seattle eröffnet. Und immer mehr Geschäfte in Deutschland haben eine Präsenz im Internet. „Im Netz präsent zu sein bedeutet, für viele Kunden überhaupt erst sichtbar zu werden. Auf der anderen Seite sind begehbare Läden für Online-Player ein Showroom, in dem Kunden die Waren auch haptisch erfahren können. Die enge Verzahnung von Offline- und Online-Kanälen ist deshalb ein Muss für den erfolgreichen Händler der Zukunft.“

Für die Studie „Online-Shopping beliebter als Einkaufen im Laden“ wurden 1152 Internetnutzer ab 14 Jahren gefragt, davon waren 1104 Onlinekäufer. Weitere Ergebnisse der Studie gibt es hier.

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