Influencer im Online-Marketing

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Influencer vermarkten Produkte von Unternehmen in sozialen Medien. Zu den bekanntesten gehören Bianca Heinicke, BibisBeautyPalace, mit 5,6 Millionen Abonnenten auf YouTube und Lisa und Lena mit mehr als 900 000 Followern auf YouTube und mehr als 15 Millionen Followern auf Instagram. Bianca Heinicke spricht in ihren Videos über Süßigkeiten, günstige Hochzeitskleider und Makeup während Lisa und Lena Lipsyncvideos englischer Lieder zeigen.

Influencer nutzen einen für die Werbewirtschaft wichtigen Effekt. Kunden kaufen gerne Produkte, die ihnen empfohlen worden sind. Influencer ersetzen also Freunde oder Verwandte als Ratgeber. Sie empfehlen Produkte, Unternehmen und Marken, deshalb werden sie auch als Social Influencer bezeichnet. Viele kritisieren allerdings, dass die Protagonisten Schleichwerbung betreiben. So unterlag Ende Januar 2019 Pamela Reif bei einer Verhandlung vor dem Landgericht Karlsruhe wegen einer Unterlassungsklage des Verbands Sozialer Wettbewerb. Der hatte ihr Schleichwerbung vorgeworfen. Werbung, also die Verlinkung zu Herstellern, etwa durch Social Tagging muss auch in sozialen Medien und auf Videoportalen klar gekennzeichnet sein.

Die erfolgreichsten Influencer arbeiten mit Agenturen zusammen. Dazu gehört zum Beispiel Mediakraft in Köln. Die Agentur berät Unternehmen, übernimmt das Management der Influencer und produziert auch deren Videos. Weitere Agenturen sind Divimove und Studio71.

Influencer steigern laut Studien die Aufmerksamkeit für Marken und bauen eine große Nähe zwischen Followern und Marken auf. Die Kaufbereitschaft und die Bereitschaft, Produkte weiterzuempfehlen steigen deutlich. Es gibt viele Influencer in den Bereichen Mode, Computer- und Onlinespiele, Ernährung, Schönheit, Musik, Fitness und Fußball. Die meisten veröffentlichen auf YouTube, Facebook und Instagram. Twitter, Snapchat und Pinterest sind ebenfalls interessant. Teils haben Influencer auch eigene Blogs.

Wer für Marken und Produkte wirbt fängt klein an und es dauert lange, Follower zu gewinnen. Zu den Nano-Influencern gehört wer zwischen 50 und 10000 Follower hat. Sie haben eine sehr hohe Glaubwürdigkeit, weil sie ihre Follower teils noch persönlich kennen. Unternehmen profitieren bei Nano-Influencern natürlich auch von geringeren Werbekosten.

Wer 10001 bis 50000 Follower hat ist ein Micro-Influencer. Sie haben für Werbung eine regionale Bedeutung und vermitteln eine hohe Glaubwürdigkeit. Mid-Level-Influencer haben zwischen 25001 und 100000 Follower und sind bereits für Unternehmen wie L`Oreal und Daniel Wellington interessant.

Macro-Influencer haben mehr als 100000 Follower und gehören zu den Großen in der Branche. Sie sind international bekannt und weniger spezialisiert als ihre Kollegen mit weniger Followern. Branchen wie Mode Musik und Kosmetik sind ihr Metier. Mega-Influencer haben mehr als 1 Millionen Follower und eine große, internationale Reichweite. Sie sind die Prominenten, posten meist täglich und beanspruchen ein großes Budget.

Die Einnahmen von Influencer hängen davon ab wie groß die Reichweite ist und von der Zielgruppe. Für die Bezahlung ist auch wichtig, wie authentisch ein Influencer ist, schließlich soll ein Post bei Instagram oder ein Video nicht wie Werbung des Unternehmens wirken sondern wie eine persönliche Empfehlung.

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