Google Adblocker soll die Werbebranche erziehen

Google Chrome Logo
Grafik: Google

Sie kennen das, nervige Werbung. Man ruft eine Website auf und ein Pop-up legt sich darüber oder ein Werbevideo startet ungefragt. Mit seinem integrierten Adblocker wird Google Chrome solche Werbeformen ab 15. Februar ausblenden. Der Adblocker ist zwar schon im Chromebrowser mit dem letzten Update integriert wird aber erst an diesem Tag aktiviert. Das Ziel ist Nutzern ein besseres Surferlebnis zu ermöglichen und unerwünschte Werbung zu ersparen. Dazu hatten sich 2016 große Unternehmen wie Microsoft, Facebook, Google, die Washington Post, der Axel Springer Verlag und Reuters zur Coalition for Better Ads (CFBA) zusammengeschlossen und 25 000 Internetnutzer aus den USA und Europa gefragt, welche Werbeformate sie besonders stören. Das sind insgesamt 12 Formate wie Pop-ups, automatisch startende Videos, Banner, die sich beim scrollen den Bildschirm herunter bewegen und Anzeigen mit Countdown-Zähler. Im vergangenen Jahr hat Google untersucht, welche Werbeformen 100 000 Websites nutzen. Knapp ein Prozent verwendeten störende Werbeformen. Sie haben mit Einführung des Adblockers 30 Tage Zeit die Standards der CFBA einzuhalten. Wenn Sie jedoch weiterhin störende Werbung zeigen, werden alle Werbeanzeigen auf der Domain geblockt. Die Betreiber müssen dann gegenüber Google nachweisen, dass sie die Vorgaben einhalten. Der Ad Experience Report, ein Service von Google überprüft, ob die Standards eingehalten werden und schaltet dann die Werbung wieder frei.

Worauf müssen Werbetreibende jetzt achten, um nicht betroffen zu sein? Sie müssen überprüfen, ob sie auf ihrer Website eine der unerwünschten Werbeformen nach dem Initial Better Ads Standards nutzen und sie entfernen. Einen Überblick dazu finden sie in diesem PDF. Sie können außerdem am Better Ads Experience Program teilnehmen. Dabei werden Websitebetreiber zertifiziert, die sich verpflichten keine störenden Werbeformate zu nutzen und die Initial Better Ads Standards einzuhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

dreizehn − sechs =

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.