Social-Media-Marketing

In Deutschland nutzen nach Angaben der Medienagentur Kontor 4 GmbH mehr als 31 Millionen Menschen monatlich aktiv Facebook, 1,8 Millionen wöchentlich Twitter und 17 Millionen monatlich Instagram. 4 Millionen Menschen nutzen in Deutschland Pinterest und 6 Millionen YouTube. Das zeigt, welche Bedeutung inzwischen Soziale Medien haben. Die jeweils aktualisierten Zahlen können Sie den Grafiken unten entnehmen.



Die weltweit aktuellen Anfragen an Suchmaschinen und Nutzerzahlen Sozialer Medien in Echtzeit finden Sie hier. Die Zahlen verdeutlichen, in welchem Ausmaß Soziale Medien unseren Alltag bestimmen.

Die Geschichte der sozialen Medien

1978 programmierten Ward Christensen und Randy Suess in Chicago ein Computerized Bulletin Board System (CBBS). Die beiden Hobby-Computernutzer wollten ein Forum für ihren Computerclub schaffen, um Daten und Nachrichten auszutauschen und Treffen zu organisieren. Das Internet steckte damals noch in den Kinderschuhen, so konnten die Nutzer auch nur einzeln per Modem auf das CBBS zugreifen. Wer eine Nachricht hinterlassen wollte musste warten bis die Verbindung zum System frei war. Die CBBS verbreiteten sich jedoch als regionale Netzwerke und waren damit der Anfang des Social Webs. Erst 1995 geht classmates.com online, eines der ersten modernen sozialen Netzwerke wie wir sie heute kennen. Auf der Website konnten sich alte Klassenkameraden wiederfinden.

1996 und 1997 starteten mit ICQ und AOL Messenger die ersten Chat- und Messengerdienste und ermöglichten so eine direkte Kommunikation. Im Jahr 2000 registrierten sich innerhalb weniger Monate Millionen von Nutzern für das soziale Netzwerk Friendster. Friendster gehört inzwischen zur Geschichte des Internets genauso wie das deutsche Portal schülerVZ und MySpace (2003) hat seine größte Zeit so wie studiVZ hinter sich. Seit 2003 gibt es das berufliche Netzwerk LinkedIn und damals startete auch der Vorgänger von Facebook, facemash.com. Das heute größte soziale Netzwerk, Facebook, war ein Jahr später online und hat inzwischen mehr als 2 Milliarden Nutzer weltweit. Die 2000er Jahre sind die Zeit der Sozialen Medien mit YouTube (2005), Twitter (2006), Tumblr (2007), Pinterest (2010), Google+ und Snapchat (beide 2011). Im Zeitalter mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets sind sie nicht mehr wegzudenken und spielen für Onlineshops und Unternehmen eine große Rolle. Man muss dabei beachten, dass Messengerdienste wie WhatsApp und Facebook Messenger eine immer größere Bedeutung haben. Auch sie sind wichtige Instrumente im Social-Media-Marketing, schließlich werden mit ihnen Produkte und Unternehmen empfohlen.

Soziale Medien
Foto: Lobo Studio Hamburg/ pixabay

Soziale Medien als Marketinginstrument

Wie dienen also Soziale Medien als Marketinginstrument? Soziale Medien sind ein Mittel der Kommunikation, grenzübergreifend, weltweit. Wer also in und mit seiner Zielgruppe im Gespräch sein will, kann auf sie nicht verzichten. Doch welche Ziele verfolgt Social-Media-Marketing? Das können qualitative Ziele sein, wie Awareness, also die Bekanntheit einer Marke, eines Unternehmens oder eines Shops zu steigern, seine Reputation, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, ein bestimmtes Image der Öffentlichkeit zu vermitteln oder den Service zu verbessern. Und es können quantitative Ziele sein, die eigene Reichweite erhöhen, neue Zielgruppen erschließen oder die Zahl der Verkäufe zu steigern. Von diesen Zielen hängt dann die Social-Media-Strategie ab. Es ist entscheidend, diese Ziele in Key-Performance-Indicators, KPIs oder Unternehmenskennzahlen zu quantifizieren. Man muss also genau wissen, was man in welchem Zeitraum erreichen will, etwa in den Monaten Mai und Juni 5000 Polo-Shirts für Männer mehr verkaufen. Nur so kann man die Wirkung von Social-Media-Kampagnen genau messen und analysieren. Schließlich geht es darum, den Return on Investment (ROI) zu bestimmen, also das Verhältnis vom Gewinn zum eingesetzten Kapital. Das Geld, das man ausgibt soll ja nicht wirkungslos verpuffen. Die Grundlage jeder Social-Media-Strategie ist also eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands und eine genaue Bestimmung der Ziele. Was ist der Punkt A, an dem sich der Onlineshop befindet und wie sieht Punkt B aus, zu dem er sich hinbewegt. Daraus ergeben sich die Mittel.

Soziale Medien und ihre Messenger spielen als direkte Kommunikationsmittel eine wichtige Rolle. Auch für Unternehmen. Sie bieten teils Support per Facebook-Messenger an, um ihren Kunden einen direkten Kontakt anzubieten ohne dass er sich auf der Website zuerst umständlich durch Supportseiten arbeiten muss bis er ein Kontaktformular oder einen Chatbutton findet. Zum Thema Kommunikation gehört auch das Community-Management. Über Soziale Medien können nicht nur Inhalte verbreitet werden, man muss auch Mitarbeiter haben, die auf Kommentare und Bemerkungen der Nutzer eingehen. Insofern ist das Community-Management ein wichtiges Mittel, um bestehende Kunden zu binden, neue zu finden und für eine gute Reputation des Unternehmens zu sorgen.